Literatur im Juni? – > Wien!

Während man in Norwegen die ersten Sommerurlaub-Taschenbucheditionen kaufen kann und im deutschsprachigen Raum die ersten Verlagsvorschauen und Herbstprogramme studiert, strotzt Wien dieser Tage vor Interesse und Interaktion bezüglich norwegischer Literatur.

Das zweite Treffen des Lesezirkels, der sich mit norwegischer Literatur beschäftigt, fand am 13.6. statt und brachte Maja Lundes Bestseller „Die Geschichte der Bienen“ nur fünf von zehn Lesezeichen, Sternchen oder Sympathiepunkten der Gruppe ein. Unter den Disktutierenden fielen Aussagen wie „zwei Drittel des Buches war ich interessiert, das dritte Drittel langweilte mich“, aber auch das genaue Gegenteil – „die ersten zwei Drittel hätte man stark kürzen können; gefesselt hat mich nur das letzte Drittel, in dem die Handlungsstränge verknüpft wurden“. Gesellschaftspolitische und -kritische Aspekte schleusten sich durch das im Buch behandelte Thema ein und als zweites verbindendes Element zwischen den drei Zeit- und Handlungssträngen – neben den Bienen und der Umweltproblematik – erkannte man die Liebe zu Kindern und die Motivation, dadurch die Welt verändern und gar verbessern zu wollen.

Wir einigten uns außerdem auf das nächste Treffen und das besprochene Buch:

Mittwoch, 12.9.2018, 19:30, Hecklounge der Hauptbücherei Wien

Per Petterson – Jeg nekter (Oktober, 2012)/Nicht mit mir (Hanser, in der Übersetzung von Ina Kronenberger, 2014)

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Weil Literatur nicht nur Lesende, sondern auch im Betrieb Arbeitende umtreibt, lud die Königlich Norwegische Botschaft in Wien am 14.6. zum Branchentreffen in Wien ein – ja, man inkludiert Österreich beim Gastlandauftritt Norwegens in Frankfurt, hurra hurra! Es wurde vernetzt, geschmaust, Branchentheoretischem und Unterhaltsamem seitens Norla gelauscht und geplant. Konzepte für literarische Veranstaltungen wurden durch köstlichste Häppchen gemurmelt, Ideen österreichischer und norwegischer Buchhandelsakteur*innen bezüglich Kooperationen geschmiedet und „literary non-fiction“ aus Insiderperspektive beleuchtet: Wir hatten die Ehre, Ivo de Figueiredo über sein Werk referieren zu sehen und erlebten ihn als begeistert und kompetent, persönlich und engagiert. Über all dem Erfreulichen für uns Teilnehmende nun aber das Positivste für alle an norwegischer Literatur in Wien Interessierten:

Freut euch auf den Norwegenschwerpunkt von nun an bis 2019 – und Dank kluger und mutiger österreichischer Verlage auch darüber hinaus – denn es wird auch bei uns einiges Buntes und Spannendes, dessen konzeptueller Stein nun ins Rollen gebracht wurde, stattfinden!

 

(Bildrecht: Mette Sand, Königlich Norwegische Botschaft, 14.06.2018 – zwei Teilnehmende wurden wegen Platzmangel beim Fotografieren am linken Bildrand abgeschnittenen)

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